Radiosendung

veröffentlicht um 16.11.2017, 00:04 von Susannesuse1

Utopie Streichquartett?
Echolote auf den Zukunftsgehalt
Von Rainer Nonnenmann
Am 21.12. ab 00:05 in Deutschlandfunk Kultur 
In Konzerten und Gesprächen befragte das Berliner Sonar Quartett den utopischen Charakter der traditionsreichen Gattung.

Hinsichtlich Besetzung und Aufführungspraxis scheinbar konservativ, dient das Streichquartett seit 250 Jahren als Experimentierfeld. Haydn und Beethoven etablierten damit eine Tradition des fortgesetzten Bruchs mit der Tradition. Der kategorische Imperativ lautet seitdem: plus ultra, immer weiter! Die Innovationskraft und Dynamik der Gattung trieben diese an den Rand der Auflösung und deuten auf utopisches Denken. Was der Künstler Jonathan Meese auf die Formel ‚Nur Kunst zukunftet Freiheit!‘ brachte, impliziert, dass sich künstlerische Visionen auch mit sozialen verbinden können. Dies zur Diskussion zu stellen war Ziel der Konzertreihe ‚Utopie Streichquartett‘ , die das Sonar Quartett anlässlich seines zehnjährigen Bestehens in der Berliner Akademie der Künste veranstaltete. Aufgeführt sowie von Komponisten, Musikwissenschaftlern und einem Philosophen diskutiert wurden unter anderem Werke von Arnold Schönberg, Sidney Corbet, Helmut Lachenmann, Wolfgang Rihm und Enno Poppe sowie neue Quartette von Gerard Pape, Michael Wertmüller, Malte Giesen, Jörg Mainka und Chiyoko Szlavnics.

Quartett in Residence

veröffentlicht um 01.04.2016, 15:32 von Cosima Gerhardt   [ aktualisiert 24.10.2016, 12:31 von mathias hinke ]

Wir sind sehr glücklich, in der Spielzeit 2016/2017 "Streichquartett in Residence" in Magdeburg sein zu können! Das Gesellschaftshaus Magdeburg mit seinem Verantwortlichen Carsten Gerth lädt uns ein, drei sehr unterschiedliche Konzerte und einen Kammermusikworkshop zu gestalten.

Kinder im Exil

veröffentlicht um 22.03.2016, 12:26 von Cosima Gerhardt   [ aktualisiert 01.04.2016, 14:25 von mathias hinke ]

WIE WALTER LEVIN IM EXIL DIE AVANTGARDE KENNENLERNTE

Schulprojekt in Zusammenarbeit mit Helmut Zapf der Akademie der Künste.

1938 musste der 14-jährige Walter Levin mit seiner Familie vor den Nationalsozialisten aus Berlin nach Palästina fliehen. Die jüdische Familie lebte in Tel Aviv, wo Levin die Schule besuchte und neben dem üblichen Schulpensum auch Hebräisch und Arabisch lernte. Dennoch widmete er sich mit großer Intensität seiner Musikausbildung. Durch das künstlerische Klima an der Schule und die Begegnungen mit den Migranten Hermann Scherchen und Peter Gradenwitz lernte er die Musik von Arnold Schönberg und Alban Berg kennen. Er besuchte die auf den Dächern von Tel Aviv veranstalteten Plattenkonzerte und gründete bald sein erstes Quartett. Im Musikarchiv der Akademie der Künste erfahren Berliner Schüler über diese für Walter Levin entscheidenden Jahre, sie hören Auszüge aus den Gesprächen mit Walter Levin, Werner Grünzweig und Wolfgang Hagen, die der rbb in 26 Folgen sendete und die für große Erzählkultur im Radio stehen. Das Sonar Quartett präsentiert Werke von Fanny Mendelssohn und Helmut Zapf. Gemeinsam mit dem Konponisten werden die Schüler Teil eines kreativen Prozesses.
Die Präsentation des neu entstandenen Werkes findet am 21.4. und 16.6. in der AdK statt.

10 Jahre Streichquartett

veröffentlicht um 14.03.2016, 14:40 von Cosima Gerhardt

Das Sonar Quartett gibt es nun 10 Jahre! Um dieses Jubiläum zu feiern, hat sich  unsere langjährige Konzertreihe "Berlin im Quadrat" in ein großes Quartettevent mit Namen "Utopie Streichquartett" verwandelt. Alle 6 Konzerte werden in der Akademie der Künste stattfinden, zu Thema "Utopie" wird es Diskussionen geben, Tanz wird integriert sein, Lichtinstallation...

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