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Kinder im Exil

veröffentlicht um 22.03.2016, 12:26 von Cosima Gerhardt   [ aktualisiert 01.04.2016, 14:25 von mathias hinke ]
WIE WALTER LEVIN IM EXIL DIE AVANTGARDE KENNENLERNTE

Schulprojekt in Zusammenarbeit mit Helmut Zapf der Akademie der Künste.

1938 musste der 14-jährige Walter Levin mit seiner Familie vor den Nationalsozialisten aus Berlin nach Palästina fliehen. Die jüdische Familie lebte in Tel Aviv, wo Levin die Schule besuchte und neben dem üblichen Schulpensum auch Hebräisch und Arabisch lernte. Dennoch widmete er sich mit großer Intensität seiner Musikausbildung. Durch das künstlerische Klima an der Schule und die Begegnungen mit den Migranten Hermann Scherchen und Peter Gradenwitz lernte er die Musik von Arnold Schönberg und Alban Berg kennen. Er besuchte die auf den Dächern von Tel Aviv veranstalteten Plattenkonzerte und gründete bald sein erstes Quartett. Im Musikarchiv der Akademie der Künste erfahren Berliner Schüler über diese für Walter Levin entscheidenden Jahre, sie hören Auszüge aus den Gesprächen mit Walter Levin, Werner Grünzweig und Wolfgang Hagen, die der rbb in 26 Folgen sendete und die für große Erzählkultur im Radio stehen. Das Sonar Quartett präsentiert Werke von Fanny Mendelssohn und Helmut Zapf. Gemeinsam mit dem Konponisten werden die Schüler Teil eines kreativen Prozesses.
Die Präsentation des neu entstandenen Werkes findet am 21.4. und 16.6. in der AdK statt.
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